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Volkshochschul-Statistik

Zuordnungsleitfaden: Kurse-Fachbereiche

Zuordnungsleitfaden

Wir empfehlen Ihnen, vor der Erstellung des Statistischen Leistungsberichtes Folgendes zu beachten:

1. Um eine einheitliche Beurteilung der Quantität der Volkshochschularbeit zu ermöglichen, ist Folgendes zu beachten:

-> Kurse sind im Regelfall eine pädagogische Veranstaltung längerer Dauer (mind. 6UE) mit ausgewiesenen Lehrinhalten und Methoden sowie einer begrenzten Zahl von TeilnehmerInnen.

Die Volkshochschule legt deshalb so großen Wert auf die wesentliche Bedeutung der Kurstätigkeit und auf deren statistische Erfassung, weil Kurse und kursähnliche Veranstaltungen (Seminare, Workshops usw.) seit Beginn der Volkshochschularbeit im Zentrum stehen, ihre Besonderheit ausmachen und sie förmlich definieren.

-> Eine Unterrichtseinheit (UE) dauert mindestens 45 und längstens 50 Minuten.

Die Unterrichtseinheit (UE) ist die Basis für zwei Kennzahlen, die international üblich und Standard sind und dem Vergleich sowie den Anforderungen des Bundesministeriums dienen:

a) Unterrichtseinheiten: Die Unterrichtseinheiten werden zuerst pro Kurs berechnet – z.B. ergibt ein Kurs mit 15 Abenden von je 2 mal 45 Minuten (also 2 UE) 30 Unterrichtseinheiten. Die Summe der Unterrichtseinheiten aller Kurse ergibt die gesamten Unterrichtseinheiten einer Volkshochschule.

b) Teilnahmeeinheiten: Ein Kurs, der an 15 Abenden mit je 2 UE und 18 Teilnahmen (TN) stattfindet, ergibt 540 Teilnahmeeinheiten (15 mal 2 = 30 UE bei 18 TN ergeben 540 TE). Die Summe der Teilnahmeeinheiten aller Kurse ergibt die Teilnahmeeinheiten für eine Volkshochschule.

2. Einzelveranstaltungen (Vorträge und sonstige Veranstaltungen)

a) Bei Vortragsreihen sind die Anzahl der Vorträge, aus denen die Reihe besteht, und die Anzahl der Teilnahmen an diesen Vorträgen zu zählen.

b) Sonstige Veranstaltungen sind z.B. Arbeitsgemeinschaften, Fachgruppen, Gruppentage, Austellungen, Führungen, Reisen, Klubs und Seminare – sofern diese Veranstaltungen (mit mindestens sechs Einheiten!) nicht ohnehin als Kurse zu werten sind – sowie Theater- und andere künstlerische Aufführungen u.Ä.

3. Projekte und Publikationen

a) Projekt:
Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B.: Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Bedingungen, Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben und projektspezifische Organisation.
Definition nach DIN 69901

b) Publikationen
Als Publikation wird jedes für die Allgemeinheit erstellte, öffentlich und auf längere Zeit verfügbare Werk gezählt (Bücher, Broschüren mit einer Mindestzahl von 30 Seiten, CDs, DVDs).
Kursprogramme zählen nicht als Publikation, für KursbesucherInnen zugängliche Unterrichtsmaterialien hingegen zählen als Publikationen.

4.) Beratungen:
Beratungen sind Dienstleistungen, die das Angebot von Information und Unterstützung in strukturierter Form zum Ziel haben, damit Einzelpersonen und Gruppen dazu befähigt werden, unabhängig von ihrem Alter und dem jeweiligen Zeitpunkt in ihrem Leben Entscheidungen in Bezug auf ihre Bildungs-, Ausbildungs- und Berufslaufbahn zu treffen und ihren Lebensweg effektiv zu steuern.
Zur Orientierung können 4 Schienen der Beratungen unterscheiden werden: Beratung zu Möglichkeiten im formalen System (Nachholen von Bildungsabschlüssen), Beratung über berufliche Optionen und deren Anforderungen, Beratung entlang individueller Bildungsbedürfnisse und Beratung über die Kurseinstufung.

5.) Erhebung der Fachbereiche (FB)

Zur Einordnung der Kurse und Einzelveranstaltungen in die verschiedenen Fachbereiche sollen die nachstehenden Beispiele dienen:

FB1. Politik, Gesellschaft und Kultur:

Geschichte / Völkerkunde, Volkskunde, Länderkunde / Medien / Politik /Rechtskunde / Soziologie / Ökonomie / Pädagogik / Kunst, Architektur, Literatur, Musik, Theater, Film / Philosophie, Rhetorik, Psychologie /Persönlichkeitsbildung / Kommunikation, soziale Kompetenz (Alltag und Familie) / Gruppendynamik, Selbsterfahrungsgruppen, Clubs / Religion

FB2. Grundbildung und zweiter Bildungsweg:

Studienberechtigungsprüfung, Hauptschulabschluss, AHS-Matura, Berufsreifeprüfung, Alphabetisierung in der Muttersprache, Rechtschreibung, Lernhilfe, Lehre mit Matura

FB3. Naturwissenschaft, Technik und Umwelt:

Astronomie / Biologie, Botanik, Zoologie / Chemie / Geologie / Mathematik, Statistik / Meteorologie / Mineralogie / Paläontologie / Physik / Technik /Umwelt

FB4. Berufliche und berufsorientierte Bildung:

Betriebswirtschaft / alle kaufmännisch-beruflichen Fächer und alle technisch-beruflichen Fächer / EDV / Kommunikation und soziale Kompetenz, personale Kompetenzen (Beruf)

FB5. Sprachen:

Alle Sprachen (DAF, Gebärdensprache, Alphabetisierung Fremdsprache)

FB6. Kreativität und Gestalten:

Zeichnen und Malen, Werken, Formen, Gestalten (Wohnraumgestaltung, textiles Gestalten, ...) / Musizieren, Theaterspiel, Filmen und Fotografieren /Kochen, Kulinarium / Spiele / Vorbereitung für Freizeitprüfungen

FB7. Gesundheit und Bewegung:

Medizin und Gesundheitsvorsorge, Kosmetik / Ernährung / Tanz / Sport und
Gymnastik / Massage, Entspannung / Schwangerschaft und Geburt

Zusätze: Leistungsvereinbarungen etc…

1. Der Statistische Leistungsbericht kann nur dann als Grundlage für die Beurteilung der VHS-Arbeit und für die Zuteilung von Subventionen verwendet werden, wenn er vollständig erstellt wird.

2. Der Statistische Leistungsbericht ist von der Volkshochschule bis zu dem vom zuständigen Landesverband festgelegten Termin an diesen einzusenden. Verspätete Einsendung erschwert nicht nur die Erstellung der Statistik der Landesverbände und des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, sondern kann auch zu teilweisem oder völligem Verlust der Subventionen führen.




Statistik-Erstellungsablauf


- Im konkreten Arbeitsjahr (z.B. 2007/2008) werden an den VHS die Daten erhoben. TeilnehmerInnendatenblätter werden ausgefüllt/ Daten in Verwaltungssystemen erfasst.

- Nach Abschluss des Arbeitsjahres werden die TeilnehmerInnendaten für die jeweilige Institution zusammengefasst (ist sozusagen stat. Datenblatt der Institution/VHS)

- Mit dem Abschluss des Arbeitsjahres 2007/2008 werden ausgehend von den VHSen (Instanzen) in der Strukturanalyse (derzeit 270) Eingabeformulare erstellt (geplant: Juni 2008). Ab diesem Zeitpunkt können über diese Webschnittstelle oder mittels der standardiserten Excel-Formulare die Daten der VHSen eingegeben werden. PHASE DER DATENEINGABE BEGINNT.

- Die Landesverbände „überwachen“ die Eingabe über die Webschnittstelle in die für die VHSen nach den Strukturdaten vorbereiteten Datensätze (mit ID und VHS Name eindeutig zuordenbar) - (LV sehen alle LV Daten, VHSen jeweils nur die eigenen Daten). Standardisierte Ecxel-Formulare werden von den VHSen an die LVs geschickt, die diese nach einer Kontrolle an die Schnittstellen-Mailadresse der Knowledgebase senden – AUTOMATISCHE ÜBERNAHME bei Fehlerfreiheit !! Bei Fehler automatisches Rückmail – (Fehler ist ZB: Pflichtfelder leer).

- Bis zu einer vereinbarten Frist (Landesverbandsspezifisch) müssen die VHSen ihre Daten liefern. zB: Anfang Dezember 2008. Sperre der Eingabe für die VHSen durch die LVs!

-Datenkontrolle durch LVs (Vollständigkeit, Schlüssigkeit), Zusammenführung der Einzeldaten (falls alle Einzeldatensätze der VHSen im System sind können diese automatisch zum Landes-Datensatz zusammengeführt werden – dieser Datensatz ist nicht der LV-Datensatz der Strukturanalyse, sondern ein zusätzlich generierter / ansonsten muss der Landes-Datensatz händisch ergänzt werden) -- Freigabe der vollständigen, geprüften Daten durch die Landesverbände: Pflicht LV-Daten, alle Einzeldatensätze können manuell zusätzlich freigegeben werden – spätestens 31.3.09.
(oder vorhergehende Entscheidung über Freigabe), (parallel Eingabe der Mikrozensusdaten durch VÖV)

-Nach der Freigabe durch die LVs Prüfung der Daten durch den VÖV – noch keine Daten für die Öffentlichkeit im Frontend, dennoch sollen für die Prüfung ExpertInnenmod, Datenblättermodus zur Verfügung stehen.

-Erstellung der Auswertungen durch den VÖV bis Mai 2009. Freigabe für Öffentlichkeit (nach den Freigabespezifikationen der LVs).

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